entspannend

Suonen/Wasserleiten in Grächen

Geniessen Sie Wanderungen oder Spaziergänge an den 4 Suonen/Wasserleiten in Grächen.

Offene Wasserleitungen, die sogenannten Suonen, findet man in verschiedenen Regionen der Schweiz wie auch im Wallis - vier herrliche davon in Grächen. Der ursprüngliche und noch heutige Nutzen dieser Leitungen gilt der Bewässerung der Weiden und Felder. Als Wander- und Spazierwege sind die Pfade ideal - wenn man nur an die minimale Steigung bzw. das minimale Gefälle denkt. Stundenlang lässt es sich darauf gemütlich wandern. Gäste wie Einheimische haben die Attraktivität des Laufens entlang der Suonen längst entdeckt. Zum Nordic walken, zum Joggen, mit dem Pferd... das begleitende Plätschern hat fast einen meditativen Charakter.

Geschichte der Suonen in Grächen

Weil die Niederschlagsmenge in unserer Region sehr niedrig ist, war eine rentable Landwirtschaft seit jeher fast unmöglich. Das erklärt, dass die Bauern schon sehr früh eine Möglichkeit suchten, wie sie das Wasser vom Riedgletscher/-bach an ihre Matten heran leiten können. So ist das System der Suonen entstanden, welche das Wasser mit einem ganz geringen Gefälle von Gletscherhöhe an das Weideland heran bringen.

Quasi alle Wasserleiten haben einen Eigennamen, so auch die Grächner: Die Bineri ist schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut worden. Sie ist die Unterste und führt das Gletscherwasser in den Ortsteil Bina. Die Drieri wird so genannt, weil sie drei Wässerwasser, d.h., eine Wassermenge von ca. 110 Liter pro Sekunde, führen kann (dri=drei). Chilcheri wird die zweitoberste Suone genannt; diese fliesst in die Gegend der Kirche. Die Eggeri führt, vom Riedgletscher kommend, das Wasser aus dem Riedbach bis in den Ortsteil Bärgji. Sie ist mit über sechs Kilometern die längste und nach mündlicher Überlieferung auch die älteste unserer Leitungen. Es liegen sogar schriftliche Berichte aus dem 13. Jahrhundert vor, in welchen die Suonen von Grächen erwähnt werden.

Die Suonen werden auch Fuhren genannt, oder französisch: bisses. Wer den Weg entlang der Leitungen schon gelaufen ist, kann erahnen, was für eine Arbeit das Anlegen damals gewesen sein muss. Auch die heutige Instandhaltung ist eine Aufgabe für Leute mit Durchhaltevermögen. Der Verein der Freunde der Suonen von Grächen (www.suonen-graechen.ch) hat sich dem wichtigsten Erbe Grächens angenommen. In den nächsten Jahren werden die Wasserleiten mit Unterstützung von Bund und Kanton (und den vielen Liebhabern!) auf einer Gesamtlänge von 18km fachgerecht instand gesetzt.

Wandern entlang der Suonen

Die Eggeri - inszenierte Wasserleite (Zauberwasser)
Die Eggeri wurde vom Kanton als Hauptwanderweg klassiert. Sie kann von Grächen aus über den Weg zur Hannigalp erreicht werden. Sie führt durch Arven- und Lärchenwälder und bietet unterwegs immer wieder eine umfassende Aussicht auf Grächen und die Gipfel der Weisshorngruppe und der Berner Alpen. Eine abwechslungsreiche Wandermöglichkeit bietet sich, wenn man oberhalb des Dorfes der Chilcheri entlang zum Riedbach marschiert, hier zur nur 30m höher gelegenen Eggeri aufsteigt und dann dieser Leitung folgend talaufwärts bis zum Weiler Bärgji wandert. Die gesamte Marschzeit mit Rückkehr nach Grächen beträgt dann etwa 3 Stunden.

Die Chilcheri - inszenierte Wasserleite (Zauberwasser)
Die Wanderung der Chilcheri entlang führt meist durch den Bergwald und die Marschzeit bis zum Riedbach dauert etwa 1½ Stunden. Man erreicht sie oberhalb des Alpen Sport Resorts, wo ein Wegweiser an der Flurstrasse auf sie aufmerksam macht (siehe auch unter Eggeri).

Die Drieri
Der Wanderweg entlang der Drieri führt durch Nadelwälder und Alpwiesen zum Riedbach, der Hinweg dauert etwa 1½ Stunden. Für den Rückweg kann man einer der andern drei Wasserfuhren folgen oder über Schalbettu und Gasenried nach Grächen zurückmarschieren.

Die Bineri
Vom Alpen Sport Resort aus folgt man etwa 100m der Strasse, die zum Grächner See führt und biegt dann beim Haus Dagmar in den Weg ein, welcher der Bineri entlang durch Wiesen, Weiden und Nadelwald zum Riedbach führt. Unterwegs kann man immer wieder die Aussicht auf Grächen und später auf Gasenried geniessen. Kurz vor der Wasserfassung am Riedbach marschiert man in Schalbettu oberhalb der Barockkapelle vorbei, zu der noch alljährlich am ersten Septembersonntag die in den "Regeln des Riedgletschers" festgelegte Gelübdeprozession abgehalten wird. Man kann über Gasenried oder über eine der anderen drei Wasserfuhren nach Grächen zurückkehren. Die Marschzeit beträgt dann total 3 Stunden

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