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Wandern zum Gletscher, an alten Wasserleitungen, über attraktive Höhenwege, auf Winterwanderwegen oder mit Kindern auf unserem Ravensburger Spieleweg. Danach Entspannung beim Kneippen oder Wellness – Bergerlebnis pur!



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Suonen

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Gäste wie Einheimische haben die Attraktivität des Laufens entlang der Suonen längst entdeckt. Zum Nordisch walken, zum Joggen, mit dem Pferd oder mit dem Velo... das begleitende Plätschern hat fast einen meditativen Charakter.

Als Wander- und Spazierwege sind die Pfade ideal - wenn man nur an die minimale Steigung bzw. das minimale Gefälle denkt. Stundenlang lässt es sich darauf gemütlich wandern.

Wenn diese Leitungen, die sich zum Teil seit dem 13. Jahrhundert dort befinden, erzählen könnten...

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Offene Wasserleitungen, die sogenannten Suonen, findet man in verschiedenen Regionen der Schweiz - vier herrliche davon in Grächen. Der ursprüngliche und noch heutige Nutzen dieser Leitungen gilt der Bewässerung der Weiden und Felder.

Weil die Niederschlagsmenge in unserer Region sehr niedrig ist, war eine rentabler Landwirtschaft seit jeher fast unmöglich. Das erklärt, dass die Bauern schon sehr früh eine Möglichkeit suchten, wie sie das Wasser vom Riedgletscher/-bach an ihre Matten heran leiten können. So ist das System der Suonen entstanden, welche das Wasser mit einem ganz geringen Gefälle von oberhalb an das Weideland heran bringen.

 

suonen2Quasi alle Wasserleiten haben einen Eigennamen, so auch die Grächner: Die „Bineri“ ist schon zu Beginn des  17. Jahrhunderts erbaut worden. Sie ist die Unterste und führt das Gletscher-wasser in den Ortsteil „Bina“. Die „Drieri“ wird so genannt, weil sie drei Wässerwasser, d.h., eine Wassermenge von ca. 110 Liter pro Sekunde, führen kann (dri=drei).  „Chilcheri“ wird die zweit oberste Suone genannt; diese fliesst in die Gegend der Kirche. Die „Eggeri“ führt, vom Riedgletscher kommend, das Wasser aus dem Riedbach bis in den Ortsteil Bärgji. Sie ist mit über sechs Kilometern die längste und nach mündlicher Überlieferung auch die älteste unserer Leitungen. Es liegen sogar schriftliche Berichte aus dem 13. Jahrhundert vor, in welchen die Suonen von Grächen erwähnt werden.

Die Suonen werden auch „Fuhren“ genannt, oder auf französisch „bisses“. Wer den Weg entlang der Leitungen schon gelaufen ist, kann erahnen, was für eine Arbeit das Anlegen damals gewesen sein muss. Auch die heutige Instandhaltung ist eine Aufgabe für Leute mit Durchhaltevermögen. Der Verein der Freunde der Suonen von Grächen (www.suonen-graechen.ch) hat sich dem wichtigsten Erbe Grächens angenommen. In den nächsten vier bis fünf Jahren werden die Wasserleiten mit Unterstützung von Bund und Kanton  (und den vielen Liebhabern!) auf einer Gesamtlänge von 18 km fachgerecht instand gesetzt.


suonen3www.suonen-graechen.ch

Wandervorschläge entlang der Suonen finden Sie hier bei Sommer - Wandern.

Geschichtliches zu den vier Wasserleitungen finden Sie hier bei Gemeinde - Geschichte.

 

Weitere Kultur: Grächener Sagenlandschaft | Museen | Alpe Ebnet