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Familien Willkommen Signet mit SiSU im Liegestuhl Grächen - St. Niklaus im Matterhorn valley zwischen Zermatt und Saas Fee. Einzigartiges Bergerlebnis in traumhafter Natur. Der Geheimtipp für Familien und Kinder sowie für Ski- und Wanderferien.

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Stefan Jaggi

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Stefan Jaggi, ein langjähriger Feriengast, über Grächen

Stefan Jaggi war Marketing Direktor bei den Mövenpick Unternehmungen und dabei auch Weggefährte von Ueli Prager. Er hat mit seiner Frau Rosanna Jaggi drei Söhne, die alle in Zürich und Umgebung wohnen.

Seit 1967 sind wir fast 30 Jahre lang nach Grächen in die Winterferien gereist. Immer für 14 Tage. Damals war Grächen noch ein sehr einfaches Dorf. Von einem Touristenort im heutigen Sinn weit entfernt. Aber gerade das hat uns an Grächen immer so sehr gefallen. Die Leute waren noch sehr einfach. Etwas grobgeschnitzt, aber sehr ehrlich und hilfsbereit. Die Pisten waren mittelmässig, die Skischule klein, jeder kannte jeden. Der Kontakt zu den Gästen wurde auf eine natürliche, selbstverständliche Art gepflegt.

Das war eine richtige Dorfgemeinschaft unter Gästen und Einheimischen. Später, als Grächen immer grösser wurde, hat sich diese Gemeinschaft "entfremdet". Es gab viele Kurdirektoren, zu viele in diesen paar Jahrzehnten. Und der eine oder andere reiste eiligst nach Japan auf Werbetour, obwohl im Dorf nur wenige Englisch sprachen. Früher haben die Einheimischen die Gäste im Dorf begrüsst und der Freude Ausdruck gegeben, dass sie wieder gekommen sind. Das Verkehrs-Bureau hat dann lieber Billette verkauft, als herzlich willkommen geheissen. Das klingt vielleicht etwas negativ, aber Grächen ist mit dieser Entwicklung nicht allein unter den Walliser Kurorten. Man bemüht sich immer sehr um neue Gäste, dabei wäre es viel leichter, Gäste, die in Grächen jahrelang zu Hause waren, neu mit Erfolg zu bewerben. Meine Söhne haben seit ihrer schönen, unvergesslichen Zeit in Grächen niemals mehr etwas von ihrem langjährigen Ferienort gehört.

Aber ich muss schon sagen, ich habe in Grächen Freunde fürs Leben gewonnen. Und ich bewundere den Mut und den Durchhaltewillen dieser sympathischen Bevölkerung. Denn die Grächner waren ja in den 50er Jahren, als die Strasse von St. Niklaus nach Grächen gebaut wurde, noch Handlanger, Fabrikarbeiter und Bergbauern. Die Wenigsten hatten eine Lehre absolviert. Mit der Strasse kam der Tourismus, der war nicht immer schon in Grächen. Viele haben sich entschlossen, ein neues Haus zu bauen, eine kleine Pension zu eröffnen oder gar ein Hotel und Gäste aufzunehmen. Das war sehr mutig. Nicht in allen Walliser Dörfern glaubte man so unerschrocken an eine neue, bessere Zukunft. Und die meisten haben auch in kritischen Zeiten durchgehalten. Sie können berechtigt stolz sein auf das, was sie in diesen Jahrzehnten aufgebaut haben.

Grächen hat trotz der rasanten Entwicklung viel Gutes aus früheren Zeiten in die Neuzeit gerettet. Die Grächner sind die Grächner geblieben. Sie haben nicht versucht alles Neue nachzuäffen. Sie sind sich treu geblieben. Das macht sie gerade sympathisch. Ihre ganze Lebensart und Ihre Traditionen haben sie nicht unter den Teppich Tourismus gekehrt.

Dennoch finde ich, sollte sich die Grächner Bevölkerung noch mehr auf die Anfänge zurückbesinnen. Als nicht nur die Hoteliers den Gästen gesagt haben, dass man sich freut, sie wieder zu sehen. Das ist ein hohes Ziel, das weit schwieriger zu erreichen ist, als eine zeitlich begrenzte Aktivität aus dem Verkehrsbüro. Aber die Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit kann man immer noch nicht kaufen!

 

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