Älteren Dorfbewohner
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"Ich musste im Wald Holz holen und dieses nachher spalten"
- Interviews mit älteren Dorfbewohnern -
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Die 3. Klasse von Frau Nathalie Schnidrig befragte ältere Dorfbewohner von Grächen über ihre Kindheit und Jugend und über die Veränderungen der Lebensverhältnisse im Dorf.
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Welche Arbeiten musstet Ihr zu Hause verrichten?
Die meisten mussten in der Landwirtschaft mithelfen, Kühe und Schafe hüten und füttern, oder auf dem Feld Arbeiten verrichten. Darüber hinaus galt es zu Hause den Eltern zur Hand zu gehen. Die Gesprächspartner gaben an, sie hätten kochen, putzen, waschen und Gartenarbeiten verrichten müssen. Um im Winter heizen zu können, brauchte es Holz. So war eine weiter Arbeit, das Holz aus dem Wald zu holen und zu spalten.
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Welche Speisen habt ihr früher gegessen?
Ein eindeutiges Hauptnahrungsmittel zwischen 1940 und 1950 war die Suppe. Dazu gab es sehr hartes Brot, wie eine der Befragten den Schülern mitteilte. Wichtige Speisen waren des Weiteren Kartoffeln, Reis, Mais, Eier und Fleisch, aber auch Kabis, Karotten und Kohl.
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Welche Tiere habt Ihr gehalten?
"Wir hielten Kühe, Kälber Schweine, Schafe, Ziegen und Hühner." Diese Antwort erhielten die Schüler oft, da die meisten Kinder damals auf einem Bauernhof lebten.
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Hat es damals schon Autos gegeben? Wenn nicht, was für Transportmittel gab es?
Um 1945 gab es noch keine Autos in Grächen, obwohl das Verkehrsmittel natürlich schon erfunden war. Dies lässt sich dadurch erklären, dass es noch keine Strasse gab, die nach Grächen führte. "Damals gab es noch keine Strassen. Bis 1952 gab es auch kein anderes Verkehrsmittel, als die langen Maultierkolonnen, die Post, Lebensmittel und Gäste ins Dorf transportierten." Eine andere Möglichkeit war zu Fuss zu gehen. Ab 1952 verkehrte dann ein Postauto. Dies fuhr aber nur bis Niedergrächen, und erst ab 1953 fuhr es bis ins Dorf hinein.
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Was hat sich in Grächen seit Deiner Jugend verändert?
Die Gesprächspartner äussern, dass sich viel verändert habe: "Der Tourismus hat zugenommen, und darum gibt es heute auch viel mehr Hotels und Geschäfte in Grächen." Zudem sei die Bevölkerungszahl stark gestiegen, und das Dorfbild sei anders geworden. Schliesslich sei es auch eine Veränderung, dass es heute technische Errungenschaften gebe, die das Leben erleichtern: "Die Waschmaschine und viele andere Geräte wurden erfunden."
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Was hat sich in der Schule verändert?
Früher waren die Klassen viel grösser und konnten bis zu 40 Schüler umfassen. Die Schule sei "moderner" geworden: Heute sind Heizungen installiert, es stehen Toiletten zur Verfügung und Computer können genutzt werden. Zudem seien heute die Fächer vielseitiger. Man habe viel bessere Schulbücher, die mehr Lernstoff enthalten.
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Worin unterscheiden sich die heutigen Kinder von eurer Kindheit?
" Sie sind offener, ohne Angst und oft frecher", sagt ein Interviewpartner. "Trotz des grösseren Freiraumes sind sie unzufriedener", stellt eine Frau fest. Andere Unterschiede lägen darin, dass die Kinder früher mit einfachem Essen zufrieden sein mussten: Sie bekamen keine Süssigkeiten und auch keine exotischen Früchte. Sie mussten viel mehr helfen und bekamen für diese Arbeit kein Sackgeld.
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17.05.2012



